Der Eintritt in die Krippe ist ein Lebensabschnitt mit eigenständiger Bedeutung für die Entwicklung des Kindes.
Damit sich ihr Kind bei uns wohlfühlen kann ist es uns wichtig, Vertrauen behutsam und nach den Bedürfnissen des Kindes entstehen und wachsen zu lassen.
Die Eingewöhnung durchläuft verschiedene Phasen, welche je nach Kind unterschiedlich kürzer oder länger dauern.
In den ersten Tagen der Kennenlernphase kommt das Kind mit einem Elternteil für etwa 2 Stunden gemeinsam zur Eingewöhnung.
Danach beginnt die Trennungsphase. Das Kind bleibt etwa eine halbe Stunde alleine in der Einrichtung.
Wenn es dies gut schafft wird die Anwesenheitszeit verlängert. bis die gesamte Betreuungszeit erreicht ist.
In der Ganztagesgruppe kann die Eingewöhnungszeit etwa 5-7 Wochen dauern.
Die Orientierungsphase kann bis zu einem halben Jahr gehen und verläuft sehr unterschiedlich.
Das Kind lernt nun in verschiedenen Situationen viele neue Regeln und  Rituale kennen.
Diese neuen Erfahrungen kann ein Kind auch einmal verunsichern und es ist deshalb nicht ungewöhnlich,
dass ein Kind auch nach einer erfolgreichen Eingewöhnungs -phase an manchen Tagen Trennungsschwierigkeiten hat.
Da das Kind aber schon eine feste Bindung zur Erzieherin hat, kann diese das Kind trösten und ihm zu einem schönen, lehrreichen Spieltag verhelfen.

Für Ihr Kind beginnt ein neuer Lebensabschnitt mit vielen neuen Anforderungen in einer Umgebung,
die sehr verschieden von dem ihm vertrauten Zuhause ist.

Vater und Mutter sind für eine feste Zeit nicht verfügbar
Ihr Kind soll Vertrauen zu einer Bezugsperson aufbauen
Ihr Kind soll Beziehung zu anderen Kindern entwickeln
Ihr Kind soll neue Regeln und Rituale lernen
Ihr Kind soll sich an einen neuen Tagesrhythmus gewöhnen

Jeder Neuanfang bedeutet bei aller Neugier und Vorfreude auch Abschied von Vertrautem.
Damit sind starke Gefühle bei Eltern und Kinder verbunden.
Diese Gefühle sind beim morgendlichen Abschied oft besonders deutlich spürbar.
Diese Gefühle machen sichtbar, dass die Veränderung wahrgenommen wird.
Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit unterstützen das Entstehen von Sicherheit und Vertrauen.
Für die Eingewöhnungszeit sind Sie, als vertraute Bezugsperson der wichtigste Mensch
für Kind und Erzieherin und somit Begleiter in den ersten Wochen.

Wichtig zu wissen:

  • Berufstätigkeit evtl. erst nach der Eingewöhnungszeit wieder aufnehmen
  • Regeln Sie rechtzeitig vor Beginn der Eingewöhnung welche vertraute Person
    die Eingewöhnung mit dem Kind begleitet (Mutter, Vater, Oma….)
  • Eintrittsdatum ist Beginn der Eingewöhnung
  • Kinder sind oft anfällig für Krankheiten (besonders in der Gruppe mit anderen Kindern).
    Dies kann die Eingewöhnungszeit verlängern.
  • Zusätzliche Anforderungen und schwerwiegende Veränderungen in der Lebenssituation sollten vermieden werden
    (das Kind braucht Raum und Zeit, um die neuen Eindrücke im neugestalteten Alltag zu verarbeiten)
  • Urlaubsplanung (nicht während der Eingewöhnungszeit Urlaub einplanen)